Glaube der Gerfins

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Die Glaubenswelt der Sippe erklärt für die Gerfins deren Herkunft, das So-Sein der Welt und das Ziel der Geschichte.

Wie im Glauben der Windhager und im Mittelreich allgemein üblich, folgen auch die Gerfins dem Polytheismus, der am Zwölfgötterglauben orientiert ist. Vermittelt durch die Kultur des Hjaldelag, die die der Sippe stark geprägt hat, finden sich aber auch sehr viele Einflüsse aus dem Pantheon der Thorwaler. Wie in beiden Glaubenssystemen stehen auch bei den Gerfins verschiedene Gottheiten für die Kräfte der Natur und des Lebens. Daneben verehren die Sippler ihren Urahn Gerfin, wie das bei allen Windhager Sippen üblich ist. Gerfin stellt für sie die Sippe die Ordnungsgemäßheit des Lebens mit der Welt her. Ähnlich wie Swafnir bei den Thorwalern haben die Sippler so einen persönlichen Gott, der für die Gemeinschaft eintritt und für sie im Weltganzen streitet. In der Art und Weise, wie der Glaube der Sippe im Folgenden behandelt wird, ist er allerdings keinem einzigen Aventurier bekannt und enthält zum Großteil Meisterwissen!

Die Weltsicht der Sippe

"Die Sippe weiß darum, dass die ganze Welt dem Untergang geweiht ist und unaufhaltsam ins Chaos driftet. Und wie sehr haben sie wohl damit Recht, schaut man mit klarem Blick den Zustand des Reiches an, die Unglücke, die über uns in den letzten Jahren hereingebrochen sind und wie weit ganz Dere von der Ordnung der Götter abgerückt ist! Die Gerfins meinen nun, dass über kurz oder lang und unaufhaltsam die Weltordnung auflösen wird, sodass die Menschen überall einander an die Gurgel gehen, sodass die Schwarzpelze herrschen werden, wobei diese, wie es ihrer Art entspricht, einander ausrotten werden und wenn dann sämtliche Lebewesen einander vom Boden Deres getilgt haben und Geröll den Boden und Trockenheit die Meere beherrscht, werden die Sterne miteinander ringen und einander zerstören bis alles zurück ins tonlose Nichts gesunken ist, aus dem es einst entstieg. Denn nach Sumus Tod und dem Tod Los' - hier unterscheidet sich der Glaube der Sippe von dem unsrigen - muss alles zerfallen. Auch die Götter sind dem Untergang geweiht, denn sie entspringen dem Zerfall der Urmächte. In ihrem verzweifelten Versuch, den Untergang so lange wie möglich aufzuhalten, haben sie die kleinen Ordnungen der Welt errichtet. Sonne und Mond, Schnee und Hitze, Recht und Gesetz. Allerdings verließen die Menschen die alten Rechtsordnungen der Götter allzubald, noch vor den Dunklen Zeiten. Aus dem folgenden Chaos erschien ihr Sippenahn, der die Ordnung der Sippe wie ein Felsvorsprung aufrichtete. Unter seinem Schutz brigt sich die Sippe vor dem Verfall, indem sie am alten Recht festhält. Nur wenn sie dies tut, kann die für sich den Zerfall aufhalten bis Gerfin wiederkommt und sie aus dieser Welt hinausführt."

aus der Aufklärung eines garethischen Kanzleischreibers im Kyndocher Rathaus

Die Frage der Kosmogonie beantworten die Gerfins analog zum Mythos von Los und Sumu im orthodoxen Zwölfgötterglauben. Allerdings glauben die Sippler, dass Los bei der Vereinigung mit Sumu nach deren Tod ebenfalls starb. Die Kräfte der Materie und der Ordnung sehen sie so beide im Schwinden bis dereinst die gesamte Welt in Chaos und Auflösung zerfallen wird. Im Glauben der Gerfins gilt der mythische Sippengründer als Widermacht zum Chaos. Die von ihm gegebenen Gebote und Strukturen sind Ordnung, die sich gegen den totalen Verfall richten. Deshalb sind die Gerfins immer stark darum bemüht, durch Festhalten an alten Ordnungen jeder Art das größte Maß an Beständigkeit der Welt zu bewahren. Mit jedem Abbruch an Tradition geht auch ein Stück wahrer Welt verloren und mehr Chaos breitet sich aus.

Das Bemühen um die beständige Wiederkehr der Sippe schlägt sich unter anderem in der Zeitrechnung der Gerfins nieder.

Die Herkunft der Sippe - Gerfin - der Eine

Das Zeichen Gerfins
Ihre Herkunft aus dem Menschenmeer Deres weiß Gerfins Sippe in ihrem Ahnherren Gerfin, dem Altmächtigen.

Im Anbeginn, als die Tage schwarz und die Nächte voller Schrecken wurden, Seuchen Väter töteten, Mütter am Fieber starben und Hungersnöte Kinder zu Schanden werden ließen, fluchten die Menschen ihren Schöpfern und klagten sie der Ungerechtigkeit und Willkür an. Wozu seien die Menschen denn geschaffen, wenn sie nur in Elend allzuschnell dem Tode verfielen?
Vor den Schrecken floh eine Frau in die Wildnis der Windhagberge. Auf sich allein gestellt irrte sie ziellos herum. Als sie am Ende ihrer kurzen Kräfte sich darniederlegte, um es den Menschen gleichzutun, die wie die Blumen vor ihrer Zeit sterben, wurde sie gefunden. Auf dem Berg traf sie auf einen Mensch, der sie aufrichtete, erfrischte und ihr Leben erneuerte. Aus der Begegnung mit ihm gebar sie sechs Töchter, wodurch sie starb. Der Mensch aber zog die sechs Töchter auf, von denen noch heute die Kinder Gerfins ihre Abstammung aufweisen können. Er alterte aber nicht wie sie und lebte mit seinen Kindern und deren Kindern, bis auch diese starben und deren Kinder Kindern neues Leben schenkten. In dieser Zeit lehrte er seine Nachkommmen und als deren Zahl groß geworden war, verschwand er mit dem Versprechen zurückzukehren. Er verpflichtete aber alle seine Kindeskinder, einander die treue Sippe zu halten und füreinander einzustehen, bis er dereinst wiederkehre. Der Mensch aber hatte ein überzweites Auge auf seiner Stirn. Überlieferung der Sippe, Prosawiedergabe eines heiligen Sagenliedes

Gerfin errichtete für seine Nachkommen heilige Ordnungen, welche die Sippe bewahren muss, damit er sie wiedererkennt, wenn er dereinst zurückkehrt. Gegenwärtig soll er nämlich im Osten sein und mit fernen Chaosgöttern ringen, vergessenes Wissen um die Anfänge und den Verfall der Welt zu sammeln um seine Sippe aus dem Untergang der ganzen Welt zu retten. Hin und wieder kehrt er von den Enden der Welt zurück, um die Lieder der Sippe zu prüfen, neue zu dichten und der Sippe aus übergroßer Gefahr zu helfen. So soll er auch in Zeiten großer Not das Königreich Windehag gegründet haben, welches er später um größerer Aufgaben willen sich selbst überließ.


Der Name "Gerfin"

Die Sippe seines Namens überliefert, dass Gerfin ein Ehrenname sei, dessen Bedeutung heute - ob des selbstverständlichen Gebrauches - im Dunkeln liegt. Was man darüber nun vermuten könnte, ist nachzulesen bei Gerfrid Isenbruckner.

Der bereits genannte Gelehrte Gerfrid Isenbruckner vermutet hinter der Gestalt Gerfin den Glauben an Horas. Damit lägen die Ursprünge des Glaubens in der Zeit der ersten Siedler. Jedenfalls machen manche Einzelheiten es gut möglich, dass sich hinter dem Glauben an Gerfin eine besondere Art der Verehrung des Horas verbirgt.

Eine lang im Dunkeln liegende Möglichkeit ist die, dass der Name von den Thorwalern stammt, welche im 1.Jhd. das Alte Land eroberten und sich in der Folge mit der Sippe mischten. Das Wort "Gerfin" kommt von dem hjaldelagschen "gairi' ifirn", was sinngemäß meint "die behaupten, von Ifirn zu sein", da entweder die Sippler oder die Neuankömmlinge die Urmutter der Sippe mit der Winterschönen gleichsetzten.

Die Ahnen

Wie auch bei anderen Windhager Sippen üblich, verehren auch die Gerfins herausragende Ahnen in besonderem Maß. Neben den Ahnen, deren Andenken sich die Häusern verschrieben haben, gibt es auch solche Vorfahren, derer nicht nur gedacht sondern die auch angebetet werden und deren Verehrung mythische Züge hat. Wiewohl die Grenze zwischen der Verehrung der "echten mythischen Ahnen" und der der Namensgeber der Häuser mitunter fließend ist.

Beispiele mythischer Ahnen sind:

Die Mächte der Natur - die Vier

Ein wesentliches Merkmal der gerfinschen Glaubensvorstellungen ist die tiefe Verbundenheit mit dem Alten Land. Hier formte sich die Sippe und die Welt, welche die Sippe kennt, ist zuerst und fast immer auch zuletzt die des Alten Landes. Wie die Natur hier sich zeigt, so zeigt sich auch der Glaube der Gerfins, der die Götter an die gegenständliche Welt bindet und sie als Manifestation des Wesens der Götter versteht. Der Eisige thront auf den Windhagbergen, der Reißende im Großen Fluss, die Alte Göttin fährt beständig von Westen mit dem Wind und bringt den Regen und die Junge Göttin die Sonne von Osten über das Land hinüber.

Die vier Götter der Natur und Gerfin werden zusammen verehrt. Als Zeichen dieser Glaubensvorstellungen gilt das Symbol der Hand. Der Daumen, der alles zusammenhält und über den stärksten Muskel verfügt ist Gerfin, der Zeigefinger die Weisheit der Alten Göttin, der Mittelfinger entspricht dem Reißenden, der Ringfinger dem Eisigen und der kleine Finger der Jungen Göttin. Wo man im Alten Land an Orte trifft, die mit einer Hand markiert sind, hat einen heiligen Ort gefunden.

Die vier Götter stehen auch für die vier Elemente: Die Junge Göttin für den Wind, die Alte Göttin für das Feuer, der Reißende für das Wasser und der Eisige für den Stein. Nur, wo alle vier Elemente miteinander recht vermischt und verbunden sind, kann Leben gedeihen. Jeder und jede der Göttinnen und Götter für sich allein vernichtet das Leben durch seine Präsenz - im Miteinander, das von Gerfin Ordnung bekommen hat, kann die Sippe leben.

Die zwei milden Schwestern

Als Die zwei milden Schwestern werden bei Gerfins Sippe die aus Sicht des Zwölfgötterglaubens synkretistischen Gottheiten des Feuers und des Windes genannt, des neuen Lebens und der Reife, der Leidenschaft und der Weisheit.

Die Junge Göttin

Der wahre Name der jungen Göttin, Tsatuaria, wird entsprechend zum Glaube der Windhager nur in allergrößter Dringlichkeit genannt, da er heilig ist und mit einer leichtfertig herbeigerufenen Göttin wahrlich nicht gut Zungenkrauser zu trinken ist. Ihre Namen lauten: Junge Göttin, Allmutter, Morgenröte, Winterschöne, Ewigjunge, Schöne, Stürmende und manches mehr. Die Gerfins wissen, dass die junge Göttin jene ist, welche Gerfin zur Frau nahm, als die Geschichte der Sippe begann, sodass alle Gerfins von der jungen Göttin abstammen. Ihre Jahreszeit ist der Frühling und ihr Element der Wind. Ein gelehrter Zwölfgöttergläubiger könnte in ihr neben satuarischen Einflüssen Aspekte von Tsa, Ifirn, Rondra und einer kleinen Spur Rahja entdecken. Wer herausragend gelehrt ist, dem offenbart die synkretistische Glaubensvorstellung einerseits räumlich-kulturelle Verbindung hinüber in die Nordmarken und andrerseits historisch-kulturelle Verbindung zum untergegangenen Königreich Windehag.

Die Göttin wird als leidenschaftlich erlebt, unbändig liebend, rastlos schaffend, grenzenlos zürnend, schnell und verspielt wie der Wind. Ihre Natur entstammt die Vielzahl der friedfertigen Tiere. Sie schafft die Fruchtbarkeit von Mensch und Tier, bringt den Frühling, segnet die Menschen mit Energie, Sorglosigkeit und Leidenschaft. Sie kann gleichermaßen die reine Milde wie der reine Zorn sein. So treibt sie aus lauter Mutwillen die Regenwolken des Reißenden, die dem Alten Land die Fruchtbarkeit bringen über die Berge und kann im Sturm über die Gipfel hereintoben. Es heißt, dass die schlimmsten Stürme daher rühren, dass man sie leichtsinnig mit Namen gerufen hat. Wenn sie sich in ihren Ausbrüchen mit dem Reißenden verbündet, dann wüten schlimme Gewitterstürme, die der Wut der Mütter gleichkommen, deren Kinder bedroht werden. Ohne sie würde kein Winter enden, denn allein ihr Wesen aus Liebreiz und überschäumender Energie kann den Frühling wecken, den Eisigen besänftigen und das neue Lebensjahr der Natur herbeirufen.


Die Alte Göttin

So unbedacht und schnell die Göttin Morgenröte ist, so weise und behutsam ist die Alte Göttin. Ihr wahrer Name ist Praisumu und wer sie ohne Götterfurcht damit herbeiruft, wird zunächst keinen Schaden sehen. Doch allzubald offenbart sich dem Frevler der unentrinnbare Unheilsplan, den die Alte in ihrem Lohezorn wie ein Netz über ihn geworfen hat. Sie bewahrt der Sippe alle ihre Lieder und Sagen, die sie die Gerfins beständig lehrt, sie gibt klugen Rat ein und behütet die Sippe wie eine Mutter - oder besser, Großmutter. Ihr Element ist das Feuer und ihre Jahreszeit der Sommer. Ein gelehrter Zwölfgöttergläubiger könnte in ihr neben viel Sumuglauben Aspekte von Peraine, Travia und Hesinde finden. Einem nordmärkischen Inquisitor könnten Analogien zu Ketzereien auf dem Land am Großen Fluss auffallen, wo eine ähnliche Göttin, besonders in unwegsameren Gegenden verehrt wird.

Das Wesen der Göttin ist die Weisheit und Güte, die das Leben erhält. Die Gütige spendet der Sippe die Wärme des Herzens und des Herdes, dem Feld die Furchtbarkeit, den Kräutern die Heilkraft und hütet das Wissen. Sie gibt weisen Rat ein, lehrt Geduld und Weitsicht, behütet die Alten und bewahrt das Wissen. Als Göttin des Feuers beschirmt sie den Herd und nährt die Sippe. Ihre Jahreszeit, der Sommer, ist durch Gleichmaß des Wuchses aller Natur, durch Wärme und Frieden bestimmt bis sie im Herbst zur Ernte ruft.

Die zwei wilden Brüder

Die zwei wilden Brüder werden bei Gerfins Sippe die Gottheiten Firun und Swefird genannt. Sie stehen für die ungezügelten Kräfte der Natur und das Trotzen derselben, sowie für den Umgang mit der Tierwelt. Ihnen gegenübergestellt sind die zwei milden Schwestern Wie auch sonst im Glauben der Windhager üblich, werden die Götter aus Ehrfurcht nicht bei ihren Namen genannt und stattdessen mit Umschreibungen bezeichnet.

Den thorwalschen Einschlag beider Gottheiten kann man durch die Prägung der Kultur der Sippe durch das Hjaldelag und dessen kulturelle Besonderheiten erklären.

gemeinsame Verehrung

Oft werden beide Götter zusammen verehrt, da sie viele Gemeinsamkeiten miteinander verbinden. So teilen sie beispielsweise die Aspekte

  • wilde Natur, das Zurechtfinden und das (Über)Leben in ihr
  • das In- und Miteinander von Festland und Gewässern
  • Behauptung gegenüber der Tierwelt und die Jagd
  • Kampf gegen Mensch und Tier

Die Aspekte, die beide unterscheiden, führen sie häufig aber auch bald wieder zusammen. Deshalb sind den Gerfins zufolge alle ihnen geweihten Orte beiden Göttern gleichermaßen heilig.

Der Eisige

Hinter dem Glauben an den Eisigen steht weitestgehend die Verehrung Firuns im offiziellen Zwölfgötterglauben. Jedoch hat er eher denselben Rang wie Ullramnir, der Firun des Thorwalschen Pantheons anstatt größtenteils auf die Überwachung der waidmännischen Jagd beschränkt zu sein. Er wird eher im Vorgebirgsland und in den Windhagbergen verehrt und wird auch Waldhirte, der Weiße, Weißer Jäger, Herr der Gipfel oder Gott der weißen Berge genannt, weil er auf dem Sturmhorn und anderen Gipfeln der Windhagberge thront. Als Firun ist er trotzdem bei allen Gerfins bekannt, jedoch spricht niemand seinen Namen laut aus - ist es doch höchst leichtsinnig die unerbittliche Aufmerksamkeit des Gottes achtlos zu wecken. Und Leichtsinnigkeit ist nichts, was dem weißen Gott gefällt.

besondere Aspekte:

  • stoischer Beständigkeit und Besonnenheit
  • Wegefinden und Überleben in Wald und Gebirge, Askese und Selbstüberwindung
  • waidmännische Jagd und Selbstbeherrschung
  • Überleben im Winter und Trotzen von Kälte, Schnee und Hagel
  • unerbittliche Kälte und Eis, Rettung aus Kältetod
  • Fernkampf und Jagdkrieg, kalter und unbeugsamer Kampfesmut


Der Reißende

Der Reißende hingegen stellt eine synkretistische Gottheit aus Efferd, Swafnir und dem Flussvater dar. Der Große Fluss gilt als seine machtvollste Manifestation - das Meer der Sieben Winde als das Werk seiner Macht. Naturgemäß ist seine Verehrung in der Windhager Au am ausgeprägtesten und die Launenhaftigkeit des Flusses offenbart die Verschlagenheit des Gottes. Er wird auch der Unberechenbare und der Unbändige, der Schnelle oder einfach der Fluss genannt. Sein wahrer Name ist bei den Dymholmer-Gerfins als Swefird, bei den Halbach-Gerfins als Sweferd und bei den Kratosman-Gerfins als Suéfried bekannt, wiewohl er so höchstens hinter vorgehaltener Hand geflüstert wird, denn die Aufmerksamkeit des Unberechenbaren will niemand leichtfertig auf sich ziehen.

besondere Aspekte:

  • Verschlagenheit und ungestümer Jähzorn
  • Wegefinden und Leben am Großen Fluss, Beweglichkeit und Flexibilität
  • Schwimmen, Lebenwesen des Wassers und das Fischen
  • Regen und Sturm
  • Nahkampf und heiße Kampfeslust


Die Götter der Kultur und andere Geister

Vorun - der Totensammler

Vorun ist die einzige Gottheit der Gerfins, die bei ihrem Namen gerufen wird. Der Sammler der Seelen der Sterbenden und Toten gilt als ein von Gerfin dienstbar gemachter Geist, der die Seelen der Toten Sippler zu Gerfin überführt. Vorun beim Namen zu rufen, ruft den Tod, sodass die Nutzung des Namens als enorm heikel gilt. Wenn über ihn zu sprechen ist, ohne dass man ihn rufen möchte, so spricht man vom Toten- oder Seelensammler, oder einfach nur vom Sammler. Der Sammler lebt unter den Windagbergen, irgendwo und überall in der Tunnelwelt unter den Bergen, die wohl auch bis hinunter an den Großen Fluss reicht, sodass er in Windeseile überall im Alten Land auftauchen kann. Er hat eine bleiche, durchsichtige Haut, die teils pilzüberwachsen ist, übergroße milchige Augen und einen schleppenden Gang.


Spekulationen

Wahrscheinlich entspricht Vorun dem Gott Boron des orthodoxen Zwölfgötterglaubens der mit thorwalschen Vorstellungen über Firun durch die Zeit des Hjaldelag vermischt wurde. Doch ist dies nur artistisch-hesindianische Spekulation, die bei Gerfins auf völliges Unverständnis treffen dürfte.

Orte

Da die Sippe seit vielen hundert Jahren schon im Alten Land heimisch ist, haben sich viele Glaubensvorstellungen mit konkreten Örtlichkeiten verbunden.

Im Osten

  • Alles neue kommt aus dem Osten - das macht ihn sehr verdächtig. Von dort kommt Der Große Fluss und führt allerlei Gesindel und merkwürdige Wandlungen mit sich heran, weshalb er als Geburtsort des Chaos gilt. Die Ereignisse der letzten Jahre um das Jahr des Feuers und den Alberniakrieg wie auch die von überall zusammengesammelten Adligen der letzten 300 Jahre und der daraus gefolgten Zeit der Landkriege scheinen diese Annahme zu bestätigen. Weshalb flieht die Sonne von dort jeden Tag aufs Neue? Viele sind im Windhag auch der Ansicht, dass es nicht "die eine Sonne" gibt, sondern dass es soviele gibt wie der Welt Tage bestimmt sind.
  • Der Große Fluss gilt den Gerfins als Manifestation des Reißenden, sodass alle, die hier leben den Fluss mit Ehrfurcht verehren.


Im Westen

  • Wie die Sonne jeden Tag nach Westen eilt und dort hinter dem Horizont in ein fremdes Land flieht, so ist es auch im Gemüt der Gerfins. Sie glauben, dass Gerfin einst von jenseits des Meeres kam und dass sie am Ende der Zeit auch dorthin wieder zurückkämen.

Der Woikoros

Der Woikoros gilt als der Geburtsort und als die einzig sichere Zuflucht der Sippe.


Quellen

unter anderen: