Haus Aichhain gewinnt an Einfluss – neue Statthalterin für den Windhag ernannt

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Harben, Praios 1036

Haus Aichhain gewinnt an Einfluss – neue Statthalterin für den Windhag ernannt

Wie die Havena Fanfare berichtete, waren seit dem Tode Kühnbrechts von Grötz sowohl das Amt des Vizeadmirals als auch das des Windhager Statthalters verwaist (hier nachzulesen). Zwar ernannte Admiral im Westmeer und Markgraf von Windhag Cusimo von Garlischgrötz bereits im Ingerimm des vergangenen Götterlaufs mit Hildgit von Grötz eine neue Vizeadmiralin (hier nachzulesen), zur Ernennung eines neuen Statthalters, der ihn als Markgraf im Harbener Palast vertritt, mochte sich der Herzog von Grangor aber lange nicht durchringen.


Und so kam es, dass mit jedem Tag, den der Markgraf zögerte, auch für das verwaiste Amt des Statthalters einen Nachfolger zu ernennen, nicht nur die Spannung wuchs sondern auch die Gerüchte ins Kraut schossen. Wild wurde über mögliche Kandidatinnen spekuliert. So galt zunächst die Harbener Stadtvögtin Haldana Ismena von Streitebeck als aussichtsreichste Kandidatin auf die Nachfolge Kühnbrechts, ebenso wurde aber auch über mögliche Favoriten Cusimos aus dem Horasreich, wo er ja Herzog von Grangor ist, oder den Nordmarken, der Heimat seiner Ehefrau Heldora Grimberta vom Großen Fluss, spekuliert. Rianod von Aichhain, die Baronin von Rondbirge, galt zwar neben Hildgit von Grötz unter den Windhager Adligen als ambitionierteste Bewerberin, schien aber letztendlich nur eine Außenseiterin im Buhlen um die Gunst Markgraf Cusimos zu sein.

Umso überraschender war es daher, als die Herolde Mitte Praios verkündeten, seine Durchlaucht werde die Rondbirger Baronin Rianod von Aichhain mit dem verantwortungsvollen Amt der Statthalterin in der Markgrafschaft Windhag betrauen, ist die Dame doch erst in den mittleren Jahren und hat auch ihre Baronswürde, die sie von ihrer verstorbenen Tante, der früheren Reichsrichterin Urinai von Aichhain erbte, erst seit wenigen Jahren inne. Es ist jedoch bekannt geworden, dass Markgraf Cusimo im Vorfeld der Havener Brautschau seine Windhager Barone zu Beratungen in den Palast nach Harben geladen hatte, um mit ihnen die Kandidatur seiner Tochter Larona zu beraten. In dieser vertraulichen Runde, so wird kolportiert, habe die Baronin von Rondbirge ihren Lehensherrn durch ihr entschlossenes und forsches Wesen gar sehr zu beeindrucken gewusst. Ganze vierzehn Tage soll sie die Gastfreundschaft Cusimos in Anspruch genommen haben.

Die traditionelle Landung Rianods im Efferdtempel zu Harben mit der anschließenden Salbung im Hause des Praios dürfte indes noch ein wenig auf sich warten lassen, ist die Dame, die erst kürzlich den Traviabund mit Janos Sturmfels, dem Sohn des Barons von Schattengrund eingegangen ist, doch von Tsa gesegnet und steht kurz vor ihrer Niederkunft. So wird mit einer Amtsübernahme frühestens im späten Rondra gerechnet.

In Harben, das in den vergangenen Jahren oftmals unter Kompetenzstreitigkeiten zwischen Militär, Bürgertum, mittelreichischer und horasischer Administration zu leiden hatte, befürchtet mancher nun weiteren Zwist. Sind doch sowohl die neue Statthalterin als auch Stadtvögtin und Vizeadmiralin – letztere beiden als verschmähte Kandidatinnen um das Amt der ersten – allesamt als streitbare Frauen bekannt. Insbesondere die Damen von Grötz und von Aichhain sollen sich nicht grün sein, während die Dame von Streitebeck sicherlich die härteste Widersacherin des alten Grötz, Boron hab ihn selig, war. Man darf also gespannt sein, wie die Windhager und insbesondere die Harbener Politik sich künftig im Kräftedreieck zwischen Grafenpalast, Stadthaus und Admiralität gestalten wird. Rückhalt in Harben dürfte die Statthalterin jedoch von ihrer Verwandten Uralina von Aichhain erhalten, welche die Harbener Seekadettenschule des Neuen Reiches leitet, so ist das Haus Aichhain auch in der Flotte nicht ohne Einfluss.

Für die Havena-Fanfare, Sektion Harben

Sirlan Holzer (Windwanderer)