Glaube der Windhager

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Der Glaube der Windhager ist uneinheitlich und weicht mitunter deutlich von den traditionellen Lehren des Zwölfgötterkults ab. Mancherorts ist ein starker Hang zum Synkretismus feststellbar, der den herkömmlichen Zwölfgötterglaube stark verzerrt.

Die Unterschiede in der Glaubenswelt können wie folgt kategorisiert werden:

Sippen und Sippenlose

Das wesentliche Unterscheidungskriterium ist die Zugehörigkeit zu einer der Windhager Sippen. Wer im Windhag ein Mensch und sippenlos ist, der gehört aller Wahrscheinlichkeit dem Zwölfgötterkult an. Wer im Windhag Mensch ist und zu einer Sippe gehört, hat aller Wahrscheinlichkeit nach vom Zwölfgötterkult abgeleitete Glaubensvorstellungen und Weltdeutungen, die sich in ihren jeweiligen Ausformungen von einander ebenso stark wie vom Zwölfgötterglaube unterscheiden können.

Was jedoch alle Windhager eint, ist die Scheu, die Götter bei ihren herkömmlichen Namen zu nennen. Daher verwenden die Windhager beständig Umschreibungen und reagieren höchst empört auf einen freien Umgang mit den Namen der Götter.

Stadt und Land

Womöglich sind die Unterschiede zwischen Stadt- und Landbevölkerung im Windhag so groß wie in keiner anderen Provinz des Mittelreiches und oft sind bilden die Grenzsteine der Stadtmarkungen auch die sichtbare Grenze zwischen Sektiererei und Ketzerei und rechtem Glauben. Nicht in vollem Umfang mag diese Beschreibung auf die Stadt Kyndoch zutreffen, denn die thorwalschen Wurzeln, die starke Verbundenheit mit der Geschichte der Sippen des Umlandes und die allgemeine Freizügigkeit der Stadt lassen bedeutend mehr obskure Ansichten zu, als es beispielsweise in der Grafen- und Militärstadt Harben der Fall ist.

Adel und Volk

Ähnlich wie der Unterschied von Stadt und Land nahezu unüberwindliche soziale Schranken mit sich bringt, so teilt auch die Unterscheidung in Adel und Volk die Windhager Gesellschaft sehr scharf. Da der Adel naturgemäß in das Feudalsystem des Mittelreiches eingebunden ist, kann hier Häresie nur im Verborgenen blühen. So verehrt der Windhager Adel wie auch anderswo neben Praios in erster Linie Rondra. Diese klassische Adelsgöttin wird vom Volk kaum verehrt und gilt auch zumeist lediglich als Gattin des ewigen Efferd und gnadenlose Bringerin des Rondrikan.

Die Zwölf und Formen ihrer Verehrung

Es ist im Windhag allgemein Brauch, die Götter nicht unter ihrem als hochheilig begriffenen Namen anzurufen, um diese heiligen Laute nicht ungebührlich zu verwenden und ihren Glanz durch Gewöhnung abzunutzen. Es ist jedoch nicht verboten, die Namen der Götter im Munde zu führen - es geziemt sich einfach nur nicht ohne wichtigen Grund. Aus diesem Grund sind vielerlei umschreibende Namen für jede der verehrten Gottheiten im Umlauf, die zum Teil auch regional oder sogar familiär unterschiedlich sind.

Praios

  • Umschreibung: Lichtbringer, Gerechter, Güldener
  • Verehrung: Praios Verehrung findet sich wie auch sonst hauptsächlich im Adel
  • Tempel: in der Harbener Oberstadt
  • Schreine: Burgkapelle der Pfalzburg Weißenstein
  • Orden: keine
  • Persönlichkeiten: Harbener Hochgeweihte Yolanda Praiosacker
  • Ketzereien: Wie auch in den Streitenden Königreichen und im Herzogtum Nordmarken gibt es im Windhag vereinzelt die Verbindung aus Praios und Peraine, Praina, eine Göttin von Sonne und Ackerbau.
    • Gerfins Sippe hütet sich davor Sippenlosen preiszugeben, dass sie davon ausgeht, dass Praios schon vor den Dunklen Zeiten die Menschen ihrem Schicksal überlassen und sich von Dere zurückgezogen hat. Seine Stelle hat sein Abkömmling Gerfin eingenommen, der zwar von minderer Macht ist, sich jedoch im Gegensatz zu Praios um die Menschen kümmert.

Rondra

Efferd

  • Nebelatmender, Regenherr, Windherr
  • Verehrung: Efferd selbst wird an der Küste von allen Ständen verehrt, doch auch im nördlichen Tiefland ist die Efferdkirche von großer Bedeutung - wobei der Kult hier schon sehr dem Albernischen gleicht. Das Zentrum des Glaubens liegt aber ohne Zweifel in Harben, wo auch der Meister der Brandung residiert.
  • Tempel: in der Harbener Unterstadt, in Kyndoch, in Kellun, in Triveth, in Mahrenstieg, im Rittergut Silvamund
  • Schreine: in Hohenaich
  • Orden: keine
  • Persönlichkeiten: Hochgeweihter des Efferd zu Harben und Meister der Brandung für das Meer der Sieben Winde Connar von Quintian-Quandt, Geweihte in Dymholmen Eillyn Cuifinn,
  • Ketzereien: unbekannt


Travia

  • Umschreibung: Herzensgute, Treusorgende, Heimwächterin
  • Verehrung: Vor allem im rauen Hochland wird Travia sehr geachtet, da der Zusammenhalt der Gemeinschaft von großer Bedeutung für den alltäglichen Kampf ums Überleben ist.
  • Tempel: in Kyndoch, in Triveth, in Kleinau
  • Schreine: in Waldbrünnlein, in Schattengrund,
  • Orden: keine
  • Persönlichkeiten: keine
  • Ketzereien: unbekannt

Boron

  • Umschreibung: Traumweber, Dunkler, Richter, Unwissbarer
  • Verehrung: Boron wird kaum besonders verehrt. Eine Ausnahme ist der Edle Sirano Esinnion d'Arracher
  • Tempel: keine
  • Schreine: keine
  • Orden: keine
  • Persönlichkeiten: keine
  • Ketzereien: unbekannt

Hesinde

  • Umschreibung: Allweise, Sinnende
  • Verehrung: Hesinde wird kaum verehrt.
  • Tempel: keine
  • Schreine: keine
  • Orden: keine
  • Persönlichkeiten: keine
  • Ketzereien: unbekannt

Firun

Tsa

  • Umschreibung: Vielfältige, Kindliche, Lebensspenderin
  • Verehrung: Neben dem weit verbreiteten traditionellen Peraine-Glauben wird in vielen "wilderen" Gegenden die Fruchtbarkeit als Aspekt der Göttin Tsa stärker betont. Dort richten Bäuerinnen ihre Gebete zur Saatzeit an die Lebensspenderin Tsa und Heiler bitten die Junge Göttin um Beistand am Krankenlager. Die Grenzen zwischen Peraine und ihrer Schwester sind in den Augen der Gläubigen weniger klar gezogen und so kann man sowohl Geweihte in Storchenornat als auch Regenbogenfarben den Segen über ein frisch gepflügtes Feld sprechen sehen.
  • Tempel: gemeinsamer Tempel von Peraine und Tsa in Widdernhall
  • Schreine: keine
  • Orden: keine
  • Persönlichkeiten: Durinja Eisenblatt
  • Ketzereien: Die mythische Zeit des Königreich Windehag hat insofern einen starken Eindruck in der Kultur der Sippen hinterlassen, als dass eine starke Verbreitung des Tsatuariakultes sich auf den König vom Windehag und seine Regierungszeit beruft.

Phex

  • Umschreibung: Flinkzüngiger, Schattengleicher
  • Verehrung: Phex wird in Kyndoch außergewöhnlich stark verehrt. Ansonsten kaum.
  • Tempel: in Kyndoch
  • Schreine: keine
  • Orden: keine
  • Persönlichkeiten: keine
  • Ketzereien: unbekannt

Peraine

  • Umschreibung: Grundgütige, Lebensspenderin
  • Verehrung: Neben dem weit verbreiteten traditionellen Peraine-Glauben wird in vielen "wilderen" Gegenden die Fruchtbarkeit als Aspekt der Göttin Tsa stärker betont. Dort richten Bäuerinnen ihre Gebete zur Saatzeit an die Lebensspenderin Tsa und Heiler bitten die Junge Göttin um Beistand am Krankenlager. Die Grenzen zwischen Peraine und ihrer Schwester sind in den Augen der Gläubigen weniger klar gezogen und so kann man sowohl Geweihte in Storchenornat als auch Regenbogenfarben den Segen über ein frisch gepflügtes Feld sprechen sehen.
  • Tempel: gemeinsamer Tempel von Peraine und Tsa in Widdernhall, gemeinsamer Tempel mit Efferd in Harpenstein
  • Schreine: in Weißenstein, im Rittergut Silvamund, in Bleichethal
  • Orden: keine
  • Persönlichkeiten: keine
  • Ketzereien: unbekannt

Ingerimm

  • Umschreibung: Felswahrer
  • Verehrung: Ingerimm wird im nahezu erzlosen Windhag fast nicht verehrt; lediglich in Städten mit größerer Handwerkerschaft und in Widdernhall durch Baron Gringulf Sohn des Gromosch
  • Tempel: keine
  • Schreine: Wegschrein in Siderus
  • Orden: keine
  • Persönlichkeiten: keine
  • Ketzereien: unbekannt

Rahja

  • Umschreibung: Liebholde, Erwachende Schöne
  • Verehrung: Rahja hat sogar in den östlichen Weinbaugebieten kaum Anhänger. Die Bauern beten eher zur bodenständigen Peraine als zur Göttin des Rausches.
  • Tempel: keine
  • Schreine: in Harpenstein
  • Orden: keine
  • Persönlichkeiten: keine
  • Ketzereien: unbekannt

Halbgötter

Die Kirchen der Halbgötter treten kaum in Erscheinung. Eine Ausnahme bildet der Avesglauben, der während der Regierungszeit Rateral Sanins in und um Harben Verbreitung fand. Weitgehend geächtet scheint hingegen ob seiner Verbindung zum drachischen der gnadenlose Kor-Kult; lediglich auf Burg Dynkelsquell soll es einen von den Rittern des gleichnamigen Hauses genutzten Schrein des Rondra-Sohnes geben.

Der Flussvater

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Glaubenssystem der Sippen

Wie das Sippenrecht eine Gemeinsamkeit der Windhager Sippen darstellt, so werden auch einige Glaubensvorstellungen von (fast) allen Sippen geteilt.

Quellen